St. Peter's Basilica

Die Geschichte und Highlights des Petersdoms

Am Fuße des altägyptischen Obelisken „Der Zeuge” auf dem Petersplatz werden die Besucher schnell von einem überwältigenden Gefühl eingenommen. Beim Blick hoch hinaus auf den imposanten Petersdom und die Kuppel wird man quasi von den enormen Kolonnaden auf beiden Seiten umarmt. Beeindruckend, atemberaubend, überwältigend – ein Besuch im Petersdom erweckt unzählige Emotionen.

Der Petersdom ist die größte Kirche der Welt und weit mehr als nur das bedeutendste Bauwerk der Christenheit. Er ist eines der Hauptattraktionen der Vatikanstadt, von wo aus die Päpste das Wort Gottes in die ganze Welt verbreitet haben. Die Basilika ist jedes Jahr das Ziel von Millionen von Pilgern, doch ist sie auch ein echtes kulturelles, historisches sowie architektonisches Wahrzeichen.

Das klassische Renaissance-Gebäude birgt Schätze aus vielen Jahrtausenden und so machen die kunstvollen Gemälde, Skulpturen, Artefakte und geschmückten Wände den Besuch im Petersdom zu einem wahren Genuss für Sinne und Seele.

Wissenswertes

Adresse: Piazza San Pietro, 00120 Città del Vaticano, Vatikanstadt

Baubeginn: 18. April 1506

Architekten: Michelangelo, Gian Lorenzo Bernini, Raffael

Fertigstellung: 18. November 1626

Die Geschichte des Petersdoms

Die Geschichte des Petersdoms beginnt im Jahr 64 n. Chr. mit der Kreuzigung von Petrus, einem der Apostel Jesu. Er wurde mit dem Kopf nach unten auf einem Kreuz im Circus Gai et Neronis gekreuzigt und in der Nähe auf dem heutigen vatikanischen Hügel begraben. Kaiser Konstantin der Große baute die Alte Basilika zwischen 319 n. Chr. und 333 n. Chr. auf dem Gelände der Grabstätte des heiligen Petrus. Später, im 16. Jahrhundert, wurde auf Geheiß von Papst Julius II. der heutige Petersdom gebaut.

Der Petersdom ist derzeit eine päpstliche Basilika und als der Ort berühmt, an dem sich die Grabstätte des heiligen Petrus sowie die Cathedra Petri, der dem Papst eine geistliche Autorität verleiht, befinden. Der Petersdom ist zwar nicht die offizielle Basilika des Papstes, jedoch werden hier alle wichtigen päpstlichen Funktionen und Veranstaltungen aufgrund der schieren Größe und Bedeutung der Basilika durchgeführt.

Der Petersdom hält viele Rekorde: das größte Kirchengebäude der Welt, das zweithöchste Gebäude in Rom, die höchste Kuppel der Welt uvm. Abgesehen davon wurde die Basilika auch wegen ihrer reichen künstlerischen und kulturellen Bedeutung als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Die Architektur des Petersdoms

Der Bau des Petersdoms hat mehr als ein Jahrhundert gedauert. Die Planung der Basilika begann, als Papst Julius II. einen Wettbewerb in Auftrag gab, um das prächtigste Gebäude der Christenheit zu entwerfen. Der Gewinner des Wettbewerbs war Donato Bramante, sodass der Grundstein im Jahr 1506 gelegt werden konnte. Eine Reihe von Todesfällen und Personaländerungen führten 1547 zum Wechsel der Architekten von Bramante zu Raffael und schließlich zu Michelangelo.

Die endgültige Kuppel des Petersdoms und die Architektur werden dem brillanten Michelangelo zugeschrieben, der seine Ausführungen auf den Entwürfen von Bramante aufbaute. Die Basilika wurde im traditionellen Architekturstil der Renaissance errichtet und inspirierte bereits zahlreiche Kirchenbauten auf der ganzen Welt. Die berühmte Fassade wurde von Maderno entworfen und bleibt Millionen von Pilgern, welche die Basilika jedes Jahr besuchen, um den Papst zu sehen, in unvergesslicher Erinnerung.

Die Highlights des Petersdoms

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Die Kuppel

Die Kuppel des Petersdoms oder die Cupola ist eine der größten Kuppeln der Welt. Der Entwurf der Kuppel wird Michelangelo zugeschrieben, der Bau selbst wurde jedoch erst 1590 von seinem Schüler Giacomo della Porta vollendet. Die Kuppel weist mehrere Elemente in sechs konzentrischen Kreisen auf, darunter 16 große Fenster, Büsten, Fresken und Statuetten mit über 96 Figuren. Die Basis der Kuppel kann entweder mit dem Aufzug oder über die Treppe (231 Stufen) erreicht werden. Bis zur Spitze der Kuppel sind es weitere 320 Stufen. Hier erhalten Sie einen Rundumblick über den Vatikan und Rom.

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Die Vatikanischen Grotten

Der Petersdom ist auch die Ruhestätte mehrerer Päpste und historischer Persönlichkeiten. Die Grabstätten befinden sich in der unterirdischen Ebene, die als die Vatikanischen Grotten bekannt ist. Hier befinden sich über 100 Grabstätten sowie Kapellen, die den Päpsten und Heiligen gewidmet sind. Diese Grotten oder künstlichen Höhlen sind kunstvoll gestaltet und mit Fresken, Sarkophagen, Malereien und Inschriften verziert. Zu den bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten der Grotten gehören die Peterskapelle, das Grab der Christina von Schweden, die Marmorstatue des thronenden Petrus und das Grab der Königin Charlotte von Zypern.

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Die römische Pietà

Die römische Pietà ist eine der bekanntesten Statuen der Welt vom italienischen Meister Michelangelo. Die Statue aus Carrara-Marmor stellt Jesus nach der Kreuzigung im Schoße seiner Mutter Maria dar. Die fast 1,80 Meter hohe Skulptur versprüht eine enorme Aura, die die Heiligkeit dieses Augenblicks widerspiegelt. Die römische Pietà, deren Name so viel wie „Mitleid” bedeutet, ist die einzige Skulptur, die von Michelangelo signiert und im späten 15. Jahrhundert geschaffen wurde. Diese atemberaubende Statue befindet sich in der ersten Kapelle auf der rechten Seite, direkt neben dem Eingang des Petersdoms.

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Der Baldachin des Petersdoms

Der Baldachin ist auch als Ziborium bekannt und bezeichnet ein fest montiertes Zierdach, das über einem Altar angebracht wird. Als Mittelpunkt der Halle erhebt sich der Baldachin im Petersdom über dem Hochaltar. Der Baldachin wurde über der Grabstätte des Apostels Petrus sowie direkt unter der Kuppel errichtet und ist der Ort, an dem der Papst die Messe hält. Die Bronzekonstruktion war das erste Werk, das in Bernini in der Basilika geschaffen wurde. Die Fertigstellung dauerte neun Jahre und wurde 1634 abgeschlossen. Der im klassischen Barockstil gestaltete Baldachin wurde zum Standard für kirchliche Räume und Architektur.

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Die Figur des heiligen Longinus

Die Statue des heiligen Longinus befindet sich im Petersdom in einer Nische im nordöstlichen Pfeiler. Die fast 4 Meter hohe Figur wurde von Bernini geschaffen und stellt den heiligen Longinus dar – den römischen Hauptmann, der Jesus bei seiner Kreuzigung mit seiner Lanze gestochen haben soll und nach Christi Tod zum Christentum konvertierte. Der Bau der Statue, für den insgesamt vier Marmorblöcke verwendet wurden, wurde im Jahr 1643 fertiggestellt.

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Die Grabstätte des heiligen Petrus

Der heilige Petrus soll 64 n. Chr. in Circus Gai et Neronis gekreuzigt und auf dem vatikanischen Hügel begraben worden sein. Während der Herrschaft von Kaiser Konstantin wurde auf dem Grab des heiligen Petrus eine Kirche errichtet, die schließlich im 16. Jahrhundert in den Petersdom umgewandelt wurde. Gegenwärtig wird die Confessio vor der Grabstätte zum Gedenken an Petrus Märtyrertod errichtet. Direkt über der Grabstätte befinden sich der Baldachin und die Kuppel. Darüber hinaus werden mehrere Päpste unter der Grabstätte in der Vatikanischen Nekropole begraben. Durch den mangelnden Konsens kann jedoch nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob sich der Leib des heiligen Petrus wirklich in dieser Grabstätte befindet.

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Die Cathedra Petri

Der berühmte Stuhl des heiligen Petrus ist ein prachtvoller Thron in der Apsis des Petersdoms. Der Stuhl ist im Wesentlichen ein antiker Eichenholzstuhl, der von Bernini instandgesetzt und ausgeschmückt wurde. Der Stuhl wurde mit spektakulären Bronzestatuen von Heiligen und Engeln versehen und stellt außerdem in einer Glasmalerei eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes dar. Die Cathedra Petri gilt als Relikt und erhielt ihren Namen, weil sie dem Papst spirituelle Orientierung schenken soll. Das Wort Cathedra selbst steht für den „Sitz des Bischofs”.

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